EEG-Novelle 2021 – Diese Neuerungen wurden beschlossen!

Bereits zum Ende des Jahres 2020 hat der Bundestag die eingebrachte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet. Die am 17. Dezember 2020 verabschiedete und am 01. Januar 2021 in Kraft getretene EEG-Novelle 2021 soll den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben und beinhaltet aktualisierte Regeln in Bezug auf neu installierte sowie bereits bestehende Photovoltaikanlagen. Auch der Eigenverbrauch von Solarstrom wird im EEG geregelt.

Das sind die Schlüsselelemente der EEG-Novelle 2021

Das Schlüsselelement des EEGs in der Version 2021 ist die Erhöhung des Ausschreibungsvolumens für Windenergie und vor allem für Solarenergie. Solarenergie wird im Kontext der deutschen Energiewende als erhebliches Potenzial angesehen. Im Gegensatz zu Windkraftanlagen haben Solarstromanlagen noch keine Akzeptanzprobleme. Darüber hinaus können sie in den stark nachgefragten Gebieten Süd- und Westdeutschlands gebaut werden und sind daher nicht auf den Ausbau der deutschen Nord-Süd-Übertragungsleitungen angewiesen.

Förderung von Stromerzeugung aus Sonnenenergie

Mit der EEG-Novelle 2021 werden zwei verschiedene Segmente eingeführt, um die Stromerzeugung aus Sonnenenergie zu fördern. Das erste Segment bezieht sich auf bodenmontierte Systeme und Solarstromanlagen, die an oder in Strukturen installiert sind, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. Segment 2 umfasst Solarstromanlagen, die an bzw. in einem Gebäude oder an einer Lärmschutzwand installiert werden.

Bisher nahmen die Anlagen für beide Segmente an einer Standardausschreibung teil. Aufgrund der typischerweise höheren Investitionskosten für Installationen im zweiten Segment (höhere Ausgaben für Gerüste, Montage und Verkabelung) waren diese bisher praktisch nicht wettbewerbsfähig. Mit 9 Cent pro kWh liegt der Maximalwert für Solaranlagen-Ausschreibungen im zweiten Segment nun deutlich über den Maximalwerten für Solaranlagen im ersten Segment, die auf 5,9 Cent pro kWh gesenkt wurden.

Eigenverbrauch bis 30 kWp PV-Anlagenleistung nicht mehr von EEG-Umlage betroffen

Eine durch die EEG-Novelle 2021 herbeigeführte Veränderung betrifft die Befreiung von Photovoltaikanlagen von der EEG-Umlage in Bezug auf den Eigenverbrauch. Bisher waren Photovoltaikanlagen bis zu einer Leistung von 10 kWp und bis zu einem Eigenverbrauch von 10 MWh/a von der Umlage befreit. Diese Befreiung wird nun durch die EEG-Novelle 2021 heraufgesetzt. Zukünftig können PV-Anlagen bis 30 kWp und bis zu einem Eigenverbrauch von 30 MWh/a von der EEG-Umlage befreit werden. Dies macht die Eigenversorgung mit Solarstrom für Einfamilienhäuser noch attraktiver. Photovoltaikanlagen mit dieser Leistung sind also so wirtschaftlich wie nie.

Einbau von Messeinrichtungen bei neu angebrachten Photovoltaikanlagen

Wird eine neue PV-Anlage mit einer Leistung von 7 kWp verbaut, muss diese laut der neuen EEG-Novelle 2021 einen sogenannten Smart Meter Gateway am Netzanschlusspunkt aufweisen. Der Einbau dieses Smart Meter Gateways ist allerdings an eine Voraussetzung vonseiten des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik geknüpft: Erst dann, wenn das zuständige Bundesamt bekannt gibt, dass die technischen Voraussetzungen für die Integration des Smart Meter Gateways am Netzanschlusspunkt gegeben sind, kann der Einbau auch tatsächlich gefordert werden. Bis dieser Tag gekommen ist, können die Photovoltaikanlagen wie bisher gebaut werden. Allerdings muss ein Funkrundsteuerempfänger jetzt schon ab einer Grenze von 25 kWp integriert werden.

Regelungen für Bestandsanlagen und Post-EEG-Anlagen

Viele Betreiber von bestehenden Photovoltaikanlagen fragen sich nach dem Inkrafttreten der EEG-Novelle natürlich, wie es für sie in wirtschaftlicher Hinsicht in Bezug auf ihre Anlagen weitergeht. Anlagen, deren Förderzeitraum von 20 Jahren abläuft, werden nun in einer „Auffangregelung” zum Thema gemacht. Wer seine Anlage auf Eigenverbrauch umrüstet, kann bis Ende des Jahres 2027 eine Vergütung für den von ihm eingespeisten Strom bekommen. Allerdings gilt dies nur für Photovoltaikanlagen, die eine Leistung von weniger als 100 kWp haben. Wer keine Umrüstung vornimmt, speist weiterhin den erzeugten Solarstrom ins Netz ein und erhält dafür eine entsprechende Vergütung vom Netzbetreiber. Die Höhe dieser Vergütung entspricht dem Marktwert.

Was ändert sich für gewerbliche Photovoltaikanlagen durch die EEG-Novelle 2021?

Gewerbliche Anlagen und Dachanlagen, deren Leistung zwischen 300 kWp und 20 MW liegt, werden nun Teil eines neuen Ausschreibungsverfahrens. Faktoren, die bei diesem Ausschreibungsverfahren eine Rolle spielen sind unter anderem die Leistung der Anlage. So erhalten Betreiber von PV-Anlagen bis 300 kWp die EEG-Vergütung in der Höhe bis zu 100 % der erzeugten Vermarktung. Alternativ kann die Energie auch für eigene Zwecke verbraucht werden, allerdings nur dann, wenn es sich um Direktvermarktung handelt. 

Photovoltaikanlagen, die über 300 kWp und bis 750 kWp produzieren, können wählen, ob sie sich für die Direktvermarktung mit Eigenverbrauch oder für die Ausschreibung ohne Eigenverbrauch entscheiden. Die EEG-Marktprämie steht den Anlagenbetreibern aber dabei nur für höchstens 50 % der erzeugten Energie zu. Alle Photovoltaikanlagen über 750 kWp müssen alternativlos in die Ausschreibung.

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