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Erstellt am 18. Januar 2024
Von Sophie Blumberg

5 PV-Trends: Was ändert sich in der Photovoltaikbranche 2024?

Das Jahr 2023 war für die PV-Branche erneut ein absolutes Erfolgsjahr – laut Bundesnetzagentur wurden rund eine Million Photovoltaik- und Solarthermieanlagen neu installiert. Wie geht es in diesem Jahr weiter?

Photovoltaik 2024: Sonnige Aussichten in der Solarbranche  

Es wurden ca. 85% mehr Photovoltaikleistung im Jahr 2023 installiert als im Jahr zuvor – der Boom wird deutlich spürbar! Welche Trends erwarten uns in 2024, die dafür sprechen, sich schnellstmöglich eine PV-Anlage zuzulegen? Wie wird sich der Strompreis 2024 entwickeln, gibt es eine Solarpflicht und wie sieht es mit PV-Förderungen 2024 aus? 

Trend 1: Teil der PV-Bewegung werden und Klimaziele erreichen 

Der Bundesverband Solarwirtschaft rechnet mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach PV-Anlagen wie im Jahr 2023. Der Verband begründet das bestehende große Interesse mit weiter steigenden Strompreisen und attraktiven Förderbedingungen. Auch in diesem Jahr tut sich einiges: Über 1,5 Millionen private Eigentümer*innen von Immobilien planen in den kommenden 12 Monaten die Installation einer PV-Anlage. 

Fotoquelle: https://www.solarwirtschaft.de/2024/01/03/2023-mehr-als-eine-million-neue-solaranlagen/ 

Entwicklung Solarbranche

Trend 2: Der Strompreis 2024 – weiter steigend  

Die Strompreise für Privathaushalte steigen im Jahr 2024 voraussichtlich um bis zu 32%!  Durch die Entscheidung der Bundesregierung zur Streichung des Bundeszuschusses von 5,5 Milliarden Euro ist in Bezug auf die Strompreisentwicklung mit weitreichenden Folgen zu rechnen. Das Ziel des Bundeszuschusses war, die Netzentgelte zu stabilisieren und somit enorme Preissprünge des Stroms zu verhindern. Die Netzentgelte werden steigen, da die Preise für das Einkaufen des Stroms stark gestiegen sind. Dementsprechend steigen die Gebühren für das Durchleiten des Stroms durch das Übertragungsnetz. 

Die Netzentgelte machen mehr als ein Viertel des Strompreises aus – der Wegfall der staatlichen Unterstützung bedeutet im Umkehrschluss, dass die Stromkosten drastisch ansteigen werden. Betroffen sind alle Menschen, die Strom aus den Netzen beziehen. Die Lösung: Sich eine PV-Anlage anschaffen! 

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Trend 3: Neue PV-Förderungen 2024 

Bereits im Jahr 2023 gab es das Förderprogramm 442 „Solarstrom für Elektroautos“, was bereits nach wenigen Stunden komplett ausgeschöpft war. Ziel des Programms ist es, den Bedarf an öffentlichen Ladestationen zu verringern und damit das Stromnetz deutlich zu entlasten. Weiterhin wird den Förderungsbegünstigten so ermöglicht, ihre Energiekosten drastisch zu minimieren. 

Da die Förderung letztes Jahr ein voller Erfolg war, hat die KfW angekündigt, das Programm im Jahr 2024 fortzuführen. Es sollen laut Planung weitere 200 Millionen Euro für neue Anträge zur Verfügung gestellt werden. Wann genau das Förderprogramm erneut in Kraft tritt, ist derzeit noch unbekannt. 

Wie hoch wird die Förderung ausfallen? Im Jahr 2023 gab es eine Fördersumme von bis zu 10.200 Euro. Die Förderung der Wallbox umfasste dabei 1.200 Euro und zusätzlich gab es eine Förderung von 600 Euro pro Kilowatt installierter Leistungen der PV-Anlage. Weitere Infos dazu gibt es in unserem Blogbeitrag zur Förderung für Solarstrom für Elektroautos (KfW 442). Es wird erwartet, dass die Konditionen für die neue Förderung 2024 ähnlich hoch ausfallen. 

Was genau wird gefördert? 

  • Kauf einer neuen Wallbox-Ladestation mit mindestens 11 Kilowatt (kW) Ladeleistung 
  • Kauf einer neuen Photovoltaikanlage mit mindestens 5 Kilowattpeak (kWp) Spitzenleistung 
  • Kauf eines neuen Solarstromspeichers mit mindestens 5 Kilowattstunden (kWh) nutzbarer Speicherkapazität 
  • Montage und Installation der Gesamtanlage 
  • Energiemanagement-System zur Steuerung der PV-Anlage und ihrer Einzelkomponenten 

Weiterhin gibt es eine Vielzahl an kommunalen Förderungen. Diese können Sie auf den jeweiligen Websites Ihrer Städte oder Regionen nachlesen.  

Trend 4: Günstige E-Autos kommen auf den Markt 

Dass E-Autos noch kein richtiger Boom geworden sind, liegt in erster Linie an dem hohen Anschaffungspreis. Viele Menschen würden gern auf ihre Benziner und Dieselautos verzichten – der Umwelt zuliebe – aber sind von den hohen Kosten abgeschreckt. Werden sich die Kosten für E-Autos 2024 ändern? 

Bis zum Jahr 2030 sollen nach Plänen der Bundesregierung 15 Millionen E-Autos auf den deutschen Straßen fahren – doch noch scheint dieses Ziel unmöglich zu erreichen. Im Oktober 2023 rollten nur 1,3 Millionen E-Autos der Deutschen, was aus einer Statistik des Kraftfahrtbundesamts hervorgeht. 

 

E-Autos verursachen zwar geringere Betriebskosten als Verbrenner, sind noch dazu nicht KFZ-steuerpflichtig und können durch die Treibhausminderungsquote sogar Geld einbringen. Doch die hohen Anschaffungskosten stehen den Plänen vieler Menschen, sich ein E-Auto anzuschaffen, bisher im Weg. Nur selten gibt es Modelle, die weniger als 30.000 Euro kosten. Doch im Jahr 2024 kommen wieder einige neue, günstigere Alternativen auf den Markt. 

 

So können beispielsweise folgende Modelle bereits für unter 25.000 Euro erworben werden: 

  • Dacia Spring für knapp 23.000 Euro mit ca. 300 km Reichweite 
  • Citroën ë-C3 für 23.300 Euro bei einer Reichweite von 320 Kilometer 
  • Fiat Panda für unter 25.000 Euro mit knapp über 300 km Reichweite 
  • Renault 5 für ca. 25.000 Euro bei einer Reichweite von ungefähr 400 km 

 

Auch etwas größere Modelle sind interessant, besonders für Familien, die mehr Platz benötigen:

 

  • VW ID.3 Pro für knapp 40.000 Euro mit einer Reichweite von 525 km
  • VW ID.4 Pure für ca. 40.300 Euro mit einer Reichweite von 470 km

 

Wenn Sie über den Kauf eines E-Autos nachdenken, bietet sich eine PV-Anlage mit Wallbox an. Erfahren Sie alle Vorteile von dieser Kombination in unserem Blog

E Auto Ladevorgang

Trend 5: Solarpflicht in 2024 

Die Solarpflicht ist eine gesetzliche Vorgabe zum Bau von PV-Anlagen oder Solarthermie auf Neu- und Bestandsgebäuden. Ziel ist, regenerative Energien weitestgehend auszubauen und damit entsprechende Klimaziele schneller zu erreichen. Bisher gilt die Solarpflicht noch nicht flächendeckend. Es gibt auch weiterhin viel Kritik an dem Konzept, beispielsweise was die Finanzierung betrifft oder auch die Umsetzung auf Mietshäusern. Bisher ist noch nicht beschlossen, wie eine bundesweite Umsetzung aussehen und inwiefern auch die Sanierung von Altbauten eine Rolle spielen könnte.

 

Einige Regionen haben bereits eine Solarpflicht: 

  • Baden-Württemberg: Bereits 2022 hat das Bundesland als erstes die Solarpflicht für neue Wohngebäude eingeführt. Inzwischen müssen auch alle neuen Nicht-Wohngebäude verpflichtend mit einer Solaranlage ausgestattet werden, sowie bei der Dachsanierung bestehender Gebäude
  • Berlin, Hamburg, Bremen: Seit 2023 gilt die Solarpflicht für Wohnhäuser, Gewerbe- und Industriegebäude  
  • Rheinland-Pfalz und Niedersachsen: Die Solarpflicht gilt für gewerblich genutzte Gebäude sowie Parkplatzflächen 
  • Schleswig-Holstein: Seit 2023 gibt es eine Solarpflicht für den Neubau und die Sanierung von Nichtwohngebäuden, Parkplätze mit mehr als 100 Stellplätzen müssen ebenfalls mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden 
  • Bayern: Es besteht eine Solarpflicht für neue Gewerbe- und Industriegebäude und für sonstige Nicht-Wohngebäude 
  • NRW: Seit 2023 besteht eine Solarpflicht für alle neuen öffentlichen Liegenschaften (Schulen, Veranstaltungshallen, Schwimmbäder, etc.) und seit 2024 auch für gewerbliche Neubauten. Im Jahr 2025 wird die Pflicht dann auch auf private Neubauten und 2026 schließlich auch auf private und gewerbliche Dachsanierungen erweitert. 
  • Hessen: plant derzeit lediglich eine Pflicht für landeseigene Gebäude und Parkplätze 
  • In Sachsen ist eine schrittweise Einführung der Solarpflicht im Gespräch 

 

Solarpflicht: Kommunale Ebene 

Waiblingen war im Jahr 2006 die erste deutsche Stadt, die eine Solarpflicht für Neubauten einführte.  

In Bonn, Tübingen, Amberg, Marburg und Neu-Ulm gibt es bereits eine Pflicht zum Einbau von Solaranlagen bei Neubauten. 

Noch gibt es keine Solarpflicht für Eigenheime – doch auch das kann sich jederzeit ändern. Beim Bau eines Hauses oder bei der Sanierung Ihres Daches ist es daher empfehlenswert, bereits frühzeitig die Anschaffung einer PV-Anlage einzuplanen. 

 

Montage PV Anlage

Trend 6: Die Umsatzsteuer bleibt weiterhin auf 0% 

Die seit dem 1. Januar 2023 für PV-Anlagen bis 30 kWp bestehende nullprozentige Umsatzsteuer bleibt weiterhin erhalten. Diese gilt für Wohngebäude, inklusive der Installation und der des Speichers. 

Aber das ist die nicht einzig gute Nachricht steuerrechtlich: Für diese Größe (bis 30 kWp) müssen Betreiber und Betreiberinnen auch weiterhin für das Einspeisen von selbst produzierten grünen Strom keine Einkommenssteuer und Gewerbesteuer zahlen! Weiterhin gibt es eine Einspeisevergütung, die einer sogenannten Degression unterliegt. Das bedeutet, dass die Einspeisevergütung monatlich leicht sinken wird. Erfahren Sie hier mehr zu der EEG Einspeisevergütung im Ausblick auf 2024. Demzufolge wird der Eigenverbrauch noch attraktiver als bisher – es lohnt es also, in einen qualitativ hochwertigen Speicher zu investieren. 

All diese Trends bekräftigen die Anschaffung einer PV-Anlage. Weitere Infos erhalten Sie bei uns in einem unverbindlichen und kostenfreien Beratungsgespräch. Wir freuen uns auf Sie!